Völkischer Beobachter (February 25, 1945)
Der Kampf um Iwojima
Tokio, 24. Februar – Mit unerhörter Zähigkeit verteidigen die japanischen Truppen jeden Fußbreit der Insel Iwojima. Frontberichte vom Freitag unterstreichen, dass die Amerikaner seit Dienstagabend keine Fortschritte mehr gemacht haben. Die für die Verteidigung entscheidenden Punkte der Insel sind fest in japanischer Hand. Die nördlichen Gebiete sind einstweilen von den Angriffen der amerikanischen Truppen nicht berührt.
Mittelpunkt des Kampfes ist der Ort Chidor Hama, wo die Amerikaner eine Landungsbrücke erobern konnten. Auch das in der Nähe des Ortes gelegene südliche Flugfeld ist im Besitz des Feindes. Die überraschend starken amerikanischen Verbände befinden sich in diesem verhältnismäßig kleinen Raum unter dem Beschuss der japanischen Artillerie, die auch Raketengeschütze einsetzt. Dadurch werden verheerende Wirkungen in dem kleinen amerikanischen Landekopf erzielt.
Etwa 50 amerikanische Kriegsschiffe, darunter auch Schlachtschiffe, befinden sich in den Gewässern rund um Iwojima. In ihrer Begleitung sollen sich nach letzten Nachrichten etwa 180 Transporter mit 250 kleinen Landungsfahrzeugen befinden.
Noch immer wird mit der allergrößten Erbitterung in Manila gekämpft, wo die japanischen Truppen gegenüber einem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner jeden Zoll Boden wütend verteidigen. Die japanischen Truppen gehen immer wieder zu Gegenangriffen über. Vorübergehend in die Stadt eingedrungene Amerikaner wurden von den Japanern wieder hinausgeworfen.
Auf der Inselfestung Corregidor am Eingang der Burg von Manila setzen die japanischen Verteidiger ihren Widerstand gegen die feindlichen Boden- und Luftlandetruppen auf den Höhen und im bewaldeten Teil der Insel fort. In Artillerieduellen zwischen den Küstenbatterien und feindlichen Flotteneinheiten wurden bisher zehn feindliche Kriegsschiffe in Brand geschossen.