America at war! (1941–) – Part 3

Ein 45.000-Tonnen-Schlachtschiff!

Einzelheiten zu den Erfolgen der Japaner bei den Marianeninseln

Tokio, 21. Juni –
Zu der vom japanischen Hauptquartier am Dienstag gemeldeten Versenkung eines amerikanischen Schlachtschiffes bei den Marianeninseln werden folgende Einzelheiten bekannt:

Es handelt sich um ein 45.000 Tonnen großes modernes Schlachtschiff, das zur Iowa-Klasse gehörte. Die Versenkung erfolgte bei der Insel Guam.

Bei einem der schwerbeschädigten Schlachtschiffe handelt es sich um eines vom Typ Nordcarolina, dass 35.000 Tonnen groß ist. Dieses Kriegsschiff erhielt schwerste Treffer in den Gewässern der Marianen. Zwei der vier Flugzeugträger, die entweder schwer beschädigt oder in Brand geworfen wurden oder schwere Schlagseite aufweisen, gehören zu der 24.000 Tonnen großen Essex-Klasse; bei einem dritten handelt es sich um einen umgebauten 10.000-Tonnen-Kreuzer der Independence-Klasse. Von den beiden versenkten Kreuzern gehört einer zu einer großen Type, während sich unter den vier beschädigten drei schweren Kreuzern befinden.

Wie der Bericht besonders unterstreicht, handelt es steh bei diesen Angaben um sorgfältig überprüfte und bestätigte Einzelheiten.


Der ‚günstige Augenblick‘

Bern, 21. Juni –
Die Neue Zürcher Zeitung kann nicht umhin, festzustellen, daß das nationalsozialistische Deutschland die Welt wieder einmal mit einer kaum für möglich gehaltenen Überraschung in Erstaunen versetzt habe. Das Blatt schreibt wörtlich:

Hitler befolgte auch in diesem Fall seinen altbewährten Grundsatz, bis zum günstigsten Augenblick sein Vorhaben zu verbergen, aber es dann unter Aufbietung aller Kräfte rücksichtslos durchzuführen. Die neue Waffe war zweifellos schon seit längerer Zeit fertig und ihre Verwendung im letzten Winter hätte die Moral der leidenden Bevölkerung selbstverständlich in wünschenswerter Weise gehoben und die Aufgabe der Regierung erleichtert. Die Versuchung schon damals zu beginnen, war sehr groß. Aber der deutsche Führer besaß Nervenkraft genug, um den Tag abzuwarten, den er für den geeignetsten hielt.