Tehran Conference (EUREKA)

Völkischer Beobachter (December 4, 1943)

Die drei Weltgangster tagten in Täbris

Noch keine Einigung über den ‚Aufruf an die Völker Europas‘

dnb. Lissabon, 3. Dezember –
Wie aus Kreisen der Reuter-Vertretung in Lissabon verlautet, wurde die Konferenz zwischen Stalin, Churchill und Roosevelt im sowjetrussischen Okkupationsgebiet des Irans heute beendet. Die Konferenz, die mit gigantischen Sicherungsmaßnahmen hinter Stacheldraht und Minenfeldern stattfand, hatte am 28. November begonnen.

An dem Kommuniqué, dessen Mittelpunkt der bereits gemeldete naive Propagandabluff eines Aufrufs an das deutsche Volk und seine Verbündeten bilden soll, sich bedingungslos der Willkür Stalins, Roosevelts und Churchills auszuliefern und sich von ihren Regierungen zu trennen, wird noch gearbeitet, da die widerstreitenden Interessen der Konferenzteilnehmer die Abfassung des Kommuniqués offenbar schwierig gestalten.

Es ist überaus bezeichnend, daß die drei plutokratisch-bolschewistischen Weltgangster die nordwestpersische Stadt Täbris als Schauplatz für ihren Weltpropagandabluff gewählt haben. Offenbar ist es Churchill und Roosevelt nicht gelungen, den Genossen Stalin an einen Platz zu locken, der nicht unmittelbar unter bolschewistischer Herrschaft seht. Stalin seinerseits hat die beiden westlichen Kumpane nach Täbris beordert, jener unglücklichen Stadt im iranischen Teil von Aserbeidschan, die vor zwei Jahren von den Bolschewisten besetzt wurde und unter dem Terror der GPU seitdem Furchtbares erlitten hat.

Diese Ortswahl ist symbolisch. Sie beweist, wer in diesem sauberen Triumvirat den Ton angibt. Daß auch der großmäulige Roosevelt den weiten Weg bis in diesen Winkel Vorderasiens machen mußte, um von dem Tyrannen des Moskauer Kreml Wahlhilfe für seine vierte Präsidentschaftsperiode zu erbetteln, ist von besonderer Pikanterie.

Noch knobeln die drei an ihrem Kommuniqué, das bekanntlich der Höhepunkt des Nervenkrieges gegen die Festung Europa und Ostasien werden soll. Gewitzigt durch die Panne von Kairo, wo Reuter die Katze zu früh aus dem Sack ließ, hofft man diesmal den Knalleffekt besser zu erzielen. Aber die drei großen Gauner sind nun einmal schlechte Regisseure. Sie verraten mit ihrem Zögern nur die widerstreitenden Interessen, die sie für ihren Hausbedarf verfolgen, und bringen sich um den gewünschten Überraschungserfolg. Allzu genau weiß die ganze Welt, welche Zwecke das Manöver verfolgt. Es geht ihnen einzig und allein darum, durch gespielte Siegeszuversicht und plumpe Drohungen und Lockungen die Völker Europas und Ostasiens darüber hinwegzutäuschen, daß sie keine Mittel und Wege wissen, den militärischen Sieg sicherzustellen.

Die jüdischen Trompeten von Jericho sollen erreichen, was weder die Luftgangster der Plutokratien noch das Kanonenfutter der Sowjetsklaven zuwege bringen!

vb.