Operation HUSKY (1943)

Völkischer Beobachter (August 2, 1943)

Seit 5. Juli im Osten 7.110 Kampfwagen vernichtet –
Im Juli über 800.000 BRT. ausgeschaltet

dnb. Aus dem Führer-Hauptquartier, 1. August –
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die am 30. Juli aufgelebte Kampftätigkeit an der Ostfront ließ am gestrigen Tage mit Ausnahme der Kämpfe am Orelbogen wieder nach. An der Miusfront gingen unsere Truppen nördlich Kuibyschewo, durch starke Kampfverbände der Luftwaffe unterstützt, zum Gegenangriff über, schlossen eine starke sowjetische Kampfgruppe ein und vernichteten sie. Im Raum von Bjelgorod scheiterten örtliche Angriffe der Sowjets. Eigene Gegenstöße in diesem Abschnitt verliefen erfolgreich. Am Orelbogen setzten die Bolschewisten während des ganzen Tages ihre Angriffe mit starken Infanterie- und Panzerkräften fort. Unter hohen blutigen Verlusten und großem Materialausfall brachen ihre Angriffe im Abwehrfeuer aller Waffen zusammen. Ein örtlicher Einbruch wurde abgeriegelt.

Südlich des Ladogasees war die feindliche Angriffstätigkeit wesentlich geringer als an den Vortagen. Deutsche Jäger warfen vorübergehend eingedrungene feindliche Kräfte im Gegenangriff zurück.

Die Sowjets verloren am gestrigen Tage an der gesamten Ostfront 217 Panzer. Mit diesem Erfolg erhöht sich die Zahl der seit dem 5, Juli 1943 allein von Truppen des Heeres abgeschossenen Kampfwagen auf 7.110.

Auf Sizilien setzte der Feind seine Anstrengungen, die Mittelfront zu durchbrechen, fort. In beweglicher Kampfführung vereitelten unsere Truppen die Absichten des Feindes und fügten ihm hohe Personal- und Materialverluste zu. Auch an der Nord- und Südfront brachen alle Angriffe des Gegners zusammen. Die Luftwaffe zersprengte mit schnellen Kampfflugzeugen motorisierte feindliche Verbände und setzte Flakgeschütze des Gegners außer Gefecht.

Über dem Reichsgebiet fanden bei Tage und in der Nacht keine Kampfhandlungen statt.

Von Seestreitkräften der Kriegsmarine, der Bordflak von Handelsschiffen und der Marineflak wurden in der Zeit vom 21. Bis 31. Juli ein nordamerikanisches Luftschiff und 56 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Im Kampf gegen die britisch-nordamerikanischen Seeverbindungen und Landungsflotten im Mittelmeer wurden im Monat Juli 94 Schiffe mit zusammen 550.241 BRT. versenkt und weitere 53 Schiffe mit insgesamt 246.750 BRT. vernichtend getroffen. Darüber hinaus wurden mindestens 220 Schiffe mit etwa 780.000 BRT. durch Bomben- und Torpedotreffer beschädigt. Auch von diesen letzteren Schiffen kann ein Teil als verloren betrachtet werden. An diesem Ergebnis ist die Unterseebootwaffe mit 351.243 BRT. versenkten und 30.000 BRT. durch Torpedotreffer beschädigten Schiffsraums beteiligt.

Die feindlichen Kriegsflotten erlitten ebenfalls schwere Verluste. Einheiten der Kriegsmarine versenkten 3 Zerstörer, 7 Schnellboote, 1 Unterseeboot, 1 Bewacher. 1 Kreuzer und mehr als 15 Schnellboote wurden schwer beschädigt.

Verbände der Luftwaffe versenkten: Einen Zerstörer, drei Schnellboote, ein Geleitboot, zwei Korvetten, eine große Anzahl von Landungsbooten. Sie beschädigten: Ein Schlachtschiff, mehrere Kreuzer, neun Zerstörer, eine Fähre und viele Landungsboote.