America at war! (1941--) -- Part 2

Schlachtflugzeuge gegen Schiffsartillerie –
Die Abwehrerfolge in Sizilien

dnb. Berlin, 1. August –
In Sizilien versuchte der Feind am 31. Juli erneut im mittleren Abschnitt der Front einen Durchbruch zu erzwingen. Unsere Truppen vereitelten jedoch in elastischer Kampfführung, zum Teil durch Ausweichbewegungen und Gegenstöße, diese Pläne, die dem Gegner keine Erfolge, sondern nur schwere blutige und materielle Verluste einbrachten.

Entlang der Küstenstraße tasteten sich die nordamerikanischen Verbände auch im Laufe des 31. Juli nur zögernd vor. Die schweren und verlustreichen Kämpfe der vergangenen Woche haben dem Feind in diesem Abschnitt der sizilianischen Front notgedrungen zu seiner alten sehr vorsichtigen Taktik zurückkehren lassen.

Auch an der Südfront verlief der Tag im allgemeinen ohne besondere Ereignisse. Lediglich an einer Stelle flackerte die Kampftätigkeit in den Abendstunden des 31. Juli lebhafter auf. Ein örtlicher Einbruch, der dem Feinde hier in die Stellung einer deutschen Panzergrenadierdivision zunächst gelungen war, konnte sehr schnell aufgefangen und anschließend bereinigt werden.

An der Nordküste Siziliens beschoß ein feindlicher Kreuzer in den Morgenstunden des 31. Juli die deutschen Abwehrstellungen. Durch das sofortige Eingreifen deutscher Kampfflugzeuge wurde der Kreuzer zum Abdrehen gezwungen. Die Beschießung selbst hatte keinen wesentlichen Schaden anrichten können. Die Deckungsmöglichkeiten sind gerade an der sizilianischen Küste mit ihren felsigen Ufern ausnehmend gut. Bestehen doch die Befestigungsanlagen zum Teil aus natürlichen, zum Teil aus betonierten Höhlen und Bunkern, die selbst gegen die schweren Brocken der Schiffsgeschütze ausreichenden Schutz zu bieten vermögen. Somit gelang es dem Gegner nicht, unseren Panzergrenadieren an der Küste ernsthafte Verluste zuzufügen.

Weitere Versuche des Feindes, auch an der Ostküste unsere Truppen mit Schiffsartillerie zu bombardieren, wurden ebenfalls durch schnelle Gegenangriffe deutscher Schlachtflugzeuge nachdrücklich unterbunden. Die Treffer lagen so gut, daß mit der Beschädigung mehrerer feindlicher Kriegschiffeinheiten, darunter einem Zerstörer, gerechnet werden kann.

Über der Straße von Messina war im Gegensatz zu den Vortagen am 31. Juli ein schwächerer Einsatz der feindlichen Luftwaffe zu vermerken. Da die Meerenge ausgezeichnet durch Flak gesichert ist, wird der Feind in den meisten Fällen zu ungezieltem Bombenwurf gezwungen. Die Schäden sind infolgedessen nur gering. Über Sizilien selber fanden während des ganzen Tages lebhafte Luftkämpfe mit feindlichen Jagd- und Bomberverbänden statt.

In der Nacht zum 1. August griffen schwere deutsche Kampfflugzeuge feindliche Schiffsziele im Hafen und auf der Reede von Palermo an. Während der gleichen Zeit waren deutsche Nachtjäger zu Angriffen auf vom Feinde belegte Flugplätze Siziliens, unter anderen auf Comiso, angesetzt.