America at war! (1941--) -- Part 2

Gescheiterte Durchbruchsversuche auf Sizilien

dnb. Berlin, 3. August –
In Sizilien entwickelten sich neue örtliche Kämpfe auf der ganzen Front zwischen Catania und San Stefano. Am nördlichen Küstenstreifen tasteten sich die nordamerikanischen Verbände nur mit großer Vorsicht weiter vor. Sie stehen immer noch im Vorfeld der deutschen Widerstandslinie und haben die Gefechtsberührung mit ihr noch nicht herstellen können. Trotz Einsatz von Minensuchtrupps hatten die vorfühlenden Nordamerikaner empfindliche Verluste durch hochgehende Sprengladungen.

Auch südlich Catania waren die Briten wieder aktiver, ohne jedoch an unsere günstigen Verteidigungsstellungen herankommen zu können. Unsere Artillerie brachte die Vorstöße schon im Vorfeld der deutsch-italienischen Linien zum Scheitern. Die heftigsten Kämpfe spielten sich am mittleren Abschnitt im Raum nordöstlich von Enna ab. Den wiederholten, vom Feind gerade hier mit starken Kräften unternommenen Durchbruchsversuchen traten unsere Truppen in energischen Gegenstößen wirksam entgegen. Am Vortage hatten sich hier Kanadier durch Einsatz erheblicher Kräfte und unter Hinnahme beträchtlicher Verluste einer Höhe bemächtigen können. Am 1. August traten jedoch unsere Verbände überraschend zum Gegenstoß an und warfen den Feind aus der Bergstellung wieder heraus. In den harten, durch die ungewöhnliche Hitze erschwerten Kämpfen hatten die Kanadier sehr hohe Ausfälle.

Der Feind hat aber seine Absichten, unsere Front nordöstlich von Enna zu durchstoßen, um dadurch die unangreifbaren Stellungen am Nordrand der Ebene von Catania in der Flanke und im Rücken zu fassen, noch keineswegs aufgegeben. Im Laufe des Nachmittags griff er daher mit frischen Infanterie- und Panzerverbänden, die durch starkes Artilleriefeuer und zahlreiche Fliegerstaffeln unterstützt wurden, den langgestreckten Bergrücken hart nördlich der Linie Gerbini – Enna an verschiedenen Punkten an. In mehrstündigen erbitterten Kämpfen, die auch die Nacht über andauerten, schlugen unsere Truppen, denen Luftwaffenverbände helfend zur Seite standen, den Feind immer wieder blutig zurück.

20 Flugzeuge abgeschossen

Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag lautet:

In Sizilien dehnte der Feind seine Angriffe auf den Südabschnitt der Front aus, wo heftige Kämpfe im Gange sind.

In den Gewässern Südkalabriens kam es zu einem Gefecht zwischen unseren Schnellbooten und feindlichen Einheiten, die abgewiesen wurden.

Die Stadt Neapel und Umgebung sowie zahlreiche Ortschaften auf Sizilien und Sardinien waren das Ziel feindlicher Luftangriffe. Sechs feindliche Bomber wurden von der Bodenabwehr abgeschossen, darunter zwei über Neapel, zwei über Messina und zwei über Cagliari. Zwei „Spitfires“ wurden von deutschen Jägern über Sizilien zum Absturz gebracht.

Zwölf zweimotorige Flugzeuge wurden über Sardinien im Verlauf von wiederholten Luftkämpfen von den tapferen Jägern unseres 51. Sturms vernichtet.