Maulheldentum für Kriegsanleihe –
Curtin „wünscht" eine Landung
dnb. Stockholm, 2. Juni –
Der australische Ministerpräsident Curtin hielt anläßlich der Ausschreibung einer australischen Kriegsanleihe eine Reklamerede, wobei er sich die Aufgabe, für die Anleihe zu werben, allerdings sehr leicht machte. Den „berühmt" gewordenen großschnauzigen Ausspruch des USA.-Admirals Stirling, er werde „Japan in 90 Tagen schlagen”, verdrehte er derart, daß er den Japanern die Absicht unterschob, innerhalb von 90 Tagen die Kontrolle über den Pazifik zu erringen. Da ihnen dies nicht gelungen sei, könnten also, so jubelte Curtin großsprecherisch, die japanischen Pläne als gescheitert gelten.
Curtin macht also jetzt genau so blöde „Termingeschäfte“ wie seine großen Lügenvorbilder Churchill und Roosevelt.
Ganz nach Art der jüdischen Anreißer nahm Curtin das Maul gründlich voll: „Ich fordere die Feinde auf, große Streitkräfte in Australien zu landen", ließ sich der kleine Gernegroß zu den Australiern vernehmen, um sie zur Öffnung ihres Sparstrumpfes zu veranlassen. Zum Schluß machte Curtin selber noch ein kleines „Termingeschäft", indem er dunkel andeutete:
In drei Monaten werde ich euch wieder etwas sagen.
Die Australier sind ja dummes Gerede gewohnt. Ob sie aber auf die Dauer solche Blödeleien ruhig mit anhören werden, wie sie ihnen ihr Premier Curtin soeben vorsetzte, bleibt abzuwagten.
rd. Stockholm, 2. Juni –
Bei dem japanischen U-Boot-Angriff im Hafen von Sydney sind, wie in London bekanntgegeben wird, angeblich sechs Personen getötet und zehn verletzt worden.
Angriff in drei Stoßkeilen –
Neue japanische Offensive in Südchina
Eigener Bericht des „Völkischen Beobachters"
rd. Bern, 2. Juni –
Die Japaner haben, wie Tschunking bestätigen muß, eine von Tschiangkaischek schon seit Tagen befürchtete Aktion von dem Gebiet in der Umgebung Kantons aus in Südchina eingeleitet. Der japanische Angriff wird danach zur Zeit in drei Kolonnen vorgetragen. Als ersten Erfolg konnten japanische Berichte bereits die Besetzung des strategisch wichtigen Ortes Tschunghwa am Kiechiufluß, 75 Kilometer nordöstlich von Kanton, melden. Der von Tschungking-Truppen verteidigte Stützpunkt wurde von den Japanern im Sturm genommen.
Mit dieser neueingeleiteten japanischen Aktion ist die Einkesselungsbewegung gegen die Verkehrs- und Nachschubverbindungen Innerchinas in eine verschärfte Phase getreten. Sie ergänzt den Vorstoß in der südwestlichen Provinz Tschekiang, der auch nach dem EingeständnisTschungkings von großem Erfolg gekrönt war. In Tschungking befürchtet man vor allem, daß der neue Vorstoß als ein Hauptziel die nach Norden führende Eisenbahn hat. Außerdem werden durch ihn die Armeen General Yuhanmus in der Provinz Kwangtung bedroht. Offensichtlich sucht die japanische Heeresführung, indem sie neue starke Keile zwischen die innerchinesischen Nachschubwege treibt, die wirtschaftliche Abschnürung Tschungking-Chinas – das von der Außenwelt, abgesehen von zwei Karawanenwegen nach der Sowjetunion, völlig abgeschnitten ist noch zu vergrößern. Die nicht mehr abbrechenden Hilferufe Marschall Tschiangkaischeks nach Washington zeigen, mit welcher Unruhe man in Tschungking der weiteren Entwicklung der japanischen Aktionen entgegenschaut.
U.S. Navy Department (June 3, 1942)
Navy Communiqué No. 83
North Pacific area.
Information has been received that Dutch Harbor, Alaska, was attacked by 4 Japanese bombers and about 15 fighters at approximately 6 a.m. local time today (12 noon EWT). The attack lasted approximately 15 minutes.
No further details are available at this time.
There is nothing to report from other areas.
Navy Communiqué No. 84
North Pacific area.
Further reports on the Japanese air attack at Dutch Harbor which took place earlier today, state that there were but few casualties.
A few warehouses were set on fire but no serious damage was suffered.
There is nothing to report from other areas.
Navy Communiqué No. 85
North Pacific Area.
A brief report just received in the Navy Department states that for the second time today enemy planes have attacked Dutch Harbor.
The second attack was made about 12 noon, local time (6 p.m. EWT), 6 hours after the initial attack.
No further details are available at this time.
Cruisers raid shipping off coast of India
At least 100 lives lost; one American vessel went down
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House delays vote on help to dependents
Draft boards are told not to ‘uproot established families’
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Two destroyers launched
Boston, June 3 –
The destroyers Hudson and Charrette were launched at the Boston Navy Yard today.
U-boats sink six more ships
Latest toll counts 15 dead, 19 missing
By the United Press
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Death notice given –
CCC refused House fund
$78-million item cut out by committee
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Japanese bases bombed, strafed by Allied planes
Big blazes are started, barracks blasted in air attacks on Timor Island; airdrome at Rabaul machine-gunned; one craft is lost
By Brydon C. Taves, United Press staff writer
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Jap offensive gains in China
Fierce resistance put up by Chiang’s troops
By Robert P. Martin, United Press staff writer
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U.S. is realizing Japan’s strength, Australians find
America planning to act accordingly, resulting in shortening of estimates on length of struggles in Pacific
By George Weller
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