Election 1944: Republican National Convention

top.banner.rep.conv

Tuesday, June 27
Convention called to order at 10:15 a.m. CT by temporary chairman Governor Warren of California
National anthem: Miss Mildred Maule of East St. Louis, Illinois
Prayer: The Rev, Joseph Simonson, pastor of Christ Lutheran Church, St. Paul
Report of Committee on Credentials
Report of Committee on Permanent Organization
Election of permanent chairman and permanent officers
Address by permanent chairman
Report of Committee on Rules and Order of Business
Election of National Committee
Report of Resolutions Committee
Recess until 8:15 p.m.
Convention called to order at 8:15 p.m. by permanent chairman Rep. Joseph W. Martin Jr. (R-MA)
National anthem: Miss Mona Bradford of the Chicago Civic Opera Company
Prayer: Rabbi Abba Hillel Silver of The Temple, Cleveland
Music
Address by Herbert Hoover
Address by Rep. Clare Boothe Luce (R-CT)
Adjourn until 10:15 a.m. Wednesday

Völkischer Beobachter (June 27, 1944)

Dewey kandidiert für die Republikaner –
Vor der Präsidentenwahl in USA

Stockholm, 26. Juni –
Wie Reuters aus Chicago meldet, wurde die Ernennung des Neuyorker Gouverneurs Thomas Dewey zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten nunmehr zur Sicherheit. Vertretungen der größten Staaten im republikanischen Konvent haben am Sonntag nach Ablauf von Wahlversammlungen, die den ganzen Tag überdauerten, die Entschließung gefasst, Dewey zu unterstützen.

Die unabhängige republikanische Zeitung New York Herald Tribune erklärt, was die Organisation und Verwaltung anbelange, so würde sich Dewey als einer der fähigsten Präsidenten erweisen. Die Zeitung meint abschließend, es gebe allerdings auch noch andere fähige Republikaner. Wenn man aber an Washington denke und an die erforderliche Säuberungsaktion im Weißen Haus, sowie an das Durcheinander in außenpolitischen Angelegenheiten, so denke man an Dewey, für den die Amerikaner auch Sympathie empfänden.

Protest gegen britische Einmischung

Lissabon, 26. Juni –
Die britische Regierung versucht unter den in England befindlichen US-Soldaten Stimmung für eine Wiederwahl Roosevelts zu machen. So wurden kürzlich amerikanischen Truppen, die in England eintrafen, Willkommensflugblätter übergeben, die vom britischen Informationsministerium herausgegeben worden waren, und in denen behauptet wurde, daß die Gegner Roosevelts 70 Millionen Dollar eingesetzt hätten, um seine Wiederwahl für die Präsidentenschaft zu verhindern.

Diese Einmischung der britischen Regierung in die amerikanische Innenpolitik hat in den USA stürmische Empörung hervorgerufen. Die Neuyorker Zeitung Journal American erklärt: Die Briten sollten endlich einmal den Verstand aufbringen, zu begreifen, daß sich die amerikanische Bevölkerung eine Einmischung in ihre Politik nicht gefallen lasse.

Auch Senator Bridges, der Vertreter des Staates New Hampshire, der als englandfreundlich bekannt ist, verurteilt in schärfster Form den britischen Eingriff in die amerikanische Wahlpolitik. Senator Bird, der Vertreter Virginias, wies die Londoner Regierung darauf hin, daß ähnliche Anmaßungen britischer Behörden und weitere Versuche, die Meinung Amerikas zu beeinflussen, zu „unberechenbaren“ Störungen der Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen müssen.