America at war! (1941–) – Part 5

Oberdonau-Zeitung (April 18, 1945)

Die große Abwehrschlacht im Osten

oz. Berlin. 17. April – Die große Abwehrschlacht im Osten ist entbrannt. Schon am ersten Tag des harten Kampfes schlugen unsere Truppen zwischen der Neiße-Mündung und dem Oderbruch den Ansturm der Bolschewisten ab. Im Verein mit der Luftwaffe wurden allein am Montag über 270 Panzer abgeschossen.

Auch an der Lausitzer Neiße ist der Feind, nachdem er schon vorher weiter nördlich zwischen Schwedt und Stettin erhebliche Vorstöße geführt hatte, nun ebenfalls zum Großangriff angetreten. Auch hier zerschlugen unsere Panzer die vorgedrungenen Stoßkeile der Bolschewisten und brachten die Stellen, wo den Sowjets ein Einbruch gelang, unter ihre Kontrolle.

Im Grenzgebiete der Ostmark und beiderseits der Donau wurde der Gegner durch Gegenangriffe geworfen oder abgeschlagen. Die Bolschewisten, die westlich der March in Richtung auf Brünn vorwärtskamen, wurden ebenfalls aufgefangen.

Ebenso geringfügig wie die Einbrüche der Bolschewisten blieben die Bodengewinne der Nordamerikaner im Elbe-Mulde-Abschnitt. Die Bewegungen des Feindes blieben im Allgemeinen bedeutungslos. Südlich Magdeburg engten unsere Truppen den nordamerikanischen Elbe-Brückenkopf ein.

Auf dem Nordwest- und Südabschnitt der Westfront werden dagegen einige Geländegewinne des Gegners in den Niederlanden, in der Lüneburger Heide, in Franken und in der oberrheinischen Tiefebene sowie im Ruhrgebiet gemeldet.

An der Italien-Front brachen weitere unter starkem Menschen- und Materialeinsatz geführte Angriffe der Briten und Amerikaner zusammen. Um die örtlichen Einbruchsstellen zwischen dem Apennin und dem Comacchio-See wird noch gekämpft.

Wie sehr sich unsere tapferen Soldaten an allen Fronten und jetzt besonders im Osten schlagen, das beweist wieder einmal am besten der deutsche Einzelkämpfer. So vernichtete der Leutnant Hans Nitsch aus Lautem (Ostpreußen) mit seinem Zuge einer Panzerabteilung in zwei Monaten 58 feindliche Kampfwagen und 54 Pakgeschütze, von denen er selbst 32 Panzer und 45 Pak abschoss.

Unteroffizier Konrad Hantke aus Katscher (Oberschlesien) ist ein alter SA-Mann und gehört der Ausbildungskompanie einer Infanterie-Division an. Bei einem feindlichen Angriff auf einen Oder-Brückenkopf drohten die Sowjets, die kleine deutsche Besatzung zu überwältigen. Als noch dazu vier Panzer heranrollten, entschloss sich der tapfere Unteroffizier zu handeln. In deckungslosem Gelände arbeitete er sich auf günstige Schuss-Entfernung an die Stahlkolosse heran und vernichtete allein durch Panzerfaust alle vier.

Den beiden entschlossenen und auf den höchsten bewährten Soldaten verlieh der Führer das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.