America at war! (1941–) – Part 4

Völkischer Beobachter (October 19, 1944)

Reichsführer-SS Himmler:
Den Feind fanatisch anpacken, festhalten und aufreiben

Appell vor den ersten Volkssturmkompanien

In Ostpreußen, 18. Oktober –
Der Reichsführer-SS hielt heute in einer Stadt Ostpreußens den ersten Appell des Deutschen Volkssturms ab. Auf dieser Kundgebung wurde das Dekret des Führers über die Errichtung des Deutschen Volkssturms verkündet.

In ernster entscheidungsschwerer Stunde für des Reiches Sicherheit und Bestand hat der Führer den Deutschen Volkssturm aufgerufen. Alle deutschen Männer von 16 bis 60 Jahren, soweit sie noch nicht im Wehrdienst stehen, sind aufgeboten zur Verteidigung des Reiches. Kein glücklicherer Tag für dieses bedeutsame geschichtliche Ereignis konnte gewählt werden als der Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig. Keinen geeigneteren Ort konnte diese aus deutschem Opfergeist geborene historische Stunde finden als die kleine ostpreußische Stadt, die bereits Frontnähe atmet.

Sonnenüberglänzt liegen die abgeernteten ostpreußischen Fluren, teils noch als Stoppelfelder, teils in brauner Scholle, teils schon in dem jungen Grün der Wintersaat; weidende Kühe auf grünen Wiesen, Pferde, die sich in den Koppeln tummeln, Menschen, die unentwegt hier wie überall ruhig ihrer Arbeit nachgehen, Frauen und Kinder, Greise und junge Burschen, ein friedliches Bild. Aber nahe ist die Front. Irgendwo vor den Toren der Stadt treffen wir einen Treck von deutschen Menschen, die mit Pferd und Wagen das Notwendigste ihrer Habe aus ostwärtigem deutschem Raum vor dem bolschewistischen Ansturm ins Reich zurückgeführt haben.

Die sonst so nüchterne Exerzierhalle der ostpreußischen Garnisonsstadt trägt nur geringen Schmuck. Die Zeichen der Bewegung schmücken die Halle, und auf der Breitseite sind mit den Standarten die Abordnungen der SS, der SA, des NSKK, des NSFK und des politischen Führerkorps aufmarschiert. Inmitten der Exerzierhalle stehen in Reih und Glied ausgerichtet die Männer der ersten ostpreußischen Volkssturmeinheiten. Harte, ausgeprägte Gesichter sieht man hier von Männern, die ihr Leben lang nichts als Arbeit und Pflichterfüllung kannten. Vielfach haben sie im letzten Weltkrieg und auch im gegenwärtigen Selbstbehauptungskampf des deutschen Volkes bereits am Feind gestanden.

Reichsführer-SS Heinrich Himmler nimmt die Meldung der angetretenen Formationen entgegen und entbietet den Volkssturmmännern seinen Gruß. Mit den Weisen des Musikkorps der Wehrmacht klingen die kernigen Stimmen der Volkssturmmänner und der Männer der Formationen zusammen. Sie singen das zum Kampflied der Nation gewordene Lied: „Volk ans Gewehr.“