America at war! (1941–) – Part 3

Schiffskatastrophe der Invasionsflotte –
Explosion von größtem Ausmaß

Berlin, 9. Juni –
In der Nacht zum Freitag wurde die Besatzung eines deutschen Vorpostenbootes Augenzeuge einer der sicherlich größten Schiffskatastrophen der vor der normannischen Küste versammelten britischen Flotteneinheiten. Trotz der kilometerweit hin sichtbaren Flaksperre durchbrachen deutsche Bomber vor Mitternacht immer wieder die Feuerglocke. Plötzlich erfolgte inmitten der Schiffsansammlungen eine Explosion von größten Ausmaßen. Eine breite Feuersäule von gewaltiger Höhe schoß über der Kimm hoch, um sprüht von immer neu aufbrechendem Funkenregen. Glühende Wrackteile wurden in den Nachthimmel geschleudert.

Obwohl das Vorpostenboot fast 20 Seemeilen vom Schauplatz der Katastrophe entfernt stand, konnte die Besatzung über 40 Minuten lang den Todeskampf einer großen Schiffseinheit beobachten. Über der Untergangsstelle verdichteten sich die Flammen innerhalb einer halben Stunde zu einer schwarzen Ölwolke, die bis zu einer Länge von 20 Seemeilen anwuchs und schließlich mit ihrer Spitze über unseren Vorpostenbooten in der Seinemündung stand.

Am Morgen des Freitags durchfuhr das Vorpostenboot einen breiten Ölstrom, der, umsäumt von unzähligen Wrackteilen und einigen Rettungsflößen, von der Drift immer tiefer ostwärts in den Kanal getrieben wurde. Die letzten Überbleibsel einer sicherlich bedeutenden Einheit der Invasionsflotte, die von unserer Luftwaffe in Brand geworfen und vernichtet worden war.