America at war! (1941–) – Part 5

Führer HQ (April 16, 1945)

Kommuniqué des Oberkommandos der Wehrmacht

Im ostmärkischen Grenzgebiet setzte der Feind seine Angriffe südöstlich Mürzzuschlag und bei St. Pölten fort. Tiefere Einbrüche wurden abgeriegelt. St. Pölten ging verloren. In Wien haben die Sowjets unseren Brückenkopf südlich der Donau überwältigt. Die tapfere Besatzung hat dem Ansturm der Bolschewisten seit dem 7. April in schweren Häuser- und Straßenkämpfen standgehalten und dem Feind hohe Verluste an Menschen und Material zugefügt.

Der Gegner führte im Donau-March-Winkel nur schwächere Angriffe, versuchte aber beiderseits der Straße Göding-Austerlitz mit stärkeren Kräften unsere Front zu durchstoßen. Diese Absicht wurde durch erfolgreiche Gegenangriffe unserer Panzer vereitelt und dabei 23 Kampfwagen abgeschossen. Auch südwestlich Ratibor nahmen die Sowjets den Angriff mit mehreren Infanterie- und Panzerverbänden wieder auf. Unsere Truppen brachten den eingebrochenen Feind in Gegenangriffen zum Stehen und vernichteten 46 Panzer.

Nach vergeblichen Vorstößen am gestrigen Tage traten die Bolschewisten in den heutigen Morgenstunden zwischen der Neiße-Mündung und dem Oderbruch nach heftigem Trommelfeuer mit starken Infanterie-, Panzer- und Luftwaffenkräften zum Großangriff an. Erbitterte Kämpfe sind auf der ganzen Front im Gange.

In Samland hielten die Angriffe überlegener Kräfte an. Nach bisher vorliegenden Teilmeldungen wurden erneut 18 Panzer abgeschossen.

Deutsche Jagd- und Schlachtgeschwader griffen mit Bomben und Bordwaffen den sowjetischen Aufmarsch, insbesondere im Oderabschnitt und in Schlesien, an. Bei starker Abwehr wurden 12 Panzerkampfwagen und zahlreiche Nachschubfahrzeuge vernichtet, sowie 21 feindliche Flugzeuge im Luftkampf zum Absturz gebracht.

Unterseebootjäger beschädigten in der östlichen Ostsee zwei sowjetische Schnellboote.

In den Morgenstunden des 15. April bombardierten die Bolschewisten bei Hela das deutsche Lazarettschiff Pretoria.

In Holland dauern die schweren Abwehrkämpfe im Waal-Issel-Bogen an. Arnheim ging verloren. Die Kanadier setzten ihre Angriffe auf Groningen fort und konnten unter Verlust von 20 Panzern in die Stadt eindringen.

Zwischen Ems und unterer Weser blieben alle Versuche der Briten, unseren vorspringenden Frontbogen zwischen Friesoythe und Wildeshausen einzudrücken, erfolglos.

An der unteren Aller verhinderte die 2. Marineinfanteriedivision in zäher Abwehr den vom Feind erstrebten Durchbruch. Gegen die Elbe zwischen Wittenberge und Tangermünde schließt der Gegner aus der Tiefe auf.

Im Nordabschnitt der Westfront wurden gestern insgesamt 80 Panzer und Panzerspähwagen abgeschossen.

Das erbitterte Ringen an der Ruhr und im Bergischen Land nahm mit steigender Heftigkeit seinen Fortgang. Hierbei konnten die mit besonders starken Kräften von Süden angreifenden Amerikaner auf schmalem Raum den Durchbruch zur Ruhr erzwingen. Während Lüdenscheid nach heldenhaftem Kampf verlorenging, toben in den Ruinen von Hagen weiter heftige Straßenkämpfe.

Im Harz verhinderte der hartnackige Widerstand unserer Sperrgruppen größeren Bodengewinn des Gegners, der nur in einigen Abschnitten in unübersichtlichem Waldgelände in unsere Stellungen einsickern konnte.

Im mitteldeutschen Raum drängen starke amerikanische Kräfte zwischen Bernburg und Bitterfeld nach Norden, nach Einnahme mehrerer Ortschaften blieben sie jedoch auch hier am zähen Widerstand unserer Truppen liegen. Wiederholte Angriffe auf Bitterfeld wurden abgewiesen. Während sich die Lage im Raum Halle-Leipzig nicht wesentlich veränderte, hielt der starke feindliche Druck weiter südöstlich gegen die Mulde an. Eine aus dem Raum von Meerane vorgebrochene amerikanische Panzerkampfgruppe wurde nordöstlich Chemnitz durch Eingreifreserven im Gegenangriff aufgefangen, schwächere in den Westteil von Chemnitz eingedrungene Kräfte lm Gegenstoß geworfen. Der Feind verlor in diesem Kampfraum 32 Panzer.

In der fränkischen Schweiz beiderseits des Ludwigs-Kanals südlich Bamberg dringen amerikanische Panzer und Infanterie nach Südosten vor.

Unsere Front zwischen Neustadt an der Aisch und dem Neckar südlich Heilbronn hielt starken Angriffen stand. Um einige örtliche Einbrüche wird noch gekämpft.

Heftige Kämpfe sind auch im Schwarzwald, beiderseits Wildbads und in der Rheinebene östlich Kehl mit dem nach Süden angreifenden Gegner im Gange.

In Italien setzten die Angloamerikaner ihren Großangriff unter Ausdehnung auf weitere Frontabschnitte mit starkem Materialaufwand fort. Unsere bewährten Italienkämpfer schlugen sie an der Ligurischen Küste sowie an den Bergstellungen südwestlich Vergato und südlich Bologna bis auf geringfügige örtliche Einbrüche blutig ab. Die zwischen Imola und dem Comacchio-See angreifenden feindlichen Divisionen wurden vor neuen Stellungen aufgefangen.

In Nordostkroatien stehen unsere Truppen zwischen Save und Drau in heftigem Kampf mit starken Banden.

Zahlreiche amerikanische Tiefflieger setzten am Tage den Terror gegen die Bevölkerung Mittel- und Süddeutschlands fort. Schwächere Kampfverbände griffen mehrere süd- und südwestdeutsche Städte an. In der Nacht war Groß-Berlin das Ziel britischer Terrorbomber.

Das Grenadierregiment 477 unter Führung des mit dem Ritterkreuz ausgezeichneten Oberstleutnant Manfred Schulz hat einen Ort an der Westfront nach siebeneinhalbstündigem Häuserkampf genommen, ihn gegen überlegenen Feind unter Abschuss von 26 Panzern gehalten und hierdurch einen Durchbruch verhindert.