America at war! (1941–) – Part 4

Führer HQ (September 22, 1944)

Kommuniqué des Oberkommandos der Wehrmacht

Im Raum Arnheim wurden die eigenen Angriffe zur Vernichtung der dort eingeschlossenen Reste der 1. englischen Luftlandedivision fortgesetzt. Uber Nimwegen nach Norden angreifender Feind wurde nördlich der Stadt aufgefangen. Südlich Nimwegen gewinnen eigene Gegenangriffe langsam Boden. Jagd- und Schlachtflieger unterstützten die Abwehrkämpfe des Heeres im holländischen Raum und vernichteten 38 feindliche Flugzeuge, darunter 20 schwere, zur Versorgung der feindlichen Luftlandetruppen eingesetzte Transportflugzeuge und 12 viermotorige Bomber. Zehn anglo-amerikanische Bomber wurden außerdem durch Verbände des Heeres abgeschossen.

Im Raum Aachen wurden mehrere mit Panzern geführte Angriffe des Feindes unter Abschuß von neun Panzern abgewiesen. Südöstlich der Stadt verstärkt sich der feindliche Druck.

Bei Pont-à-Mousson und im Raum Nancy–Lunéville wurden mehrere Angriffe des Gegners teilweise im erfolgreichen Gegenstoß unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen, örtliche Einbrüche bereinigt. Im Raum Remiremont trat der Feind mit stärkeren Kräften zum Angriff an. Die schweren Kämpfe um die Stadt halten an.

Die Verteidiger der Festung Boulogne stehen seit Tagen in schwersten Abwehr kämpfen gegen weit überlegenen Feind. Gegen Calais führte der Gegner gestern starke Luftangriffe. Die Besatzung von Saint-Nazaire wies mehrere feindliche Angriffe ab.

Im Raum nördlich Florenz scheiterten zahlreiche mit zusammengefassten Kräften geführte feindliche Angriffe in erbitterten Kämpfen. Ein örtlicher Einbruch wurde abgeriegelt. An der Adria setzte der Feind infolge der in den schweren Kämpfen der letzten Tage erlittenen hohen Verluste seine Durchbruchsangriffe nicht fort. An der. gesamten Front wurden örtliche starke Angriffe abgewiesen. Am 20. September wurden insgesamt 106 Panzer des Gegners vernichtet.

Im südwestlichen Siebenbürgen stehen ungarische Truppen im Kampf mit feindlichen Angriffsspitzen. Unsere Verbände zerschlugen im Szekler Zipfel sämtliche Angriffe der Bolschewisten. In Westrumänien setzten eigene Schlachtflieger 23 Panzer außer Gefecht und zerstörten zahlreiche Fahrzeuge.

In der Abwehrschlacht im Raum von Sanok und Krosno halten die schweren Kämpfe mit neu herangeführten Kräften der Bolschewisten an. Unsere Gegenangriffe beseitigten unter Abschuß zahlreicher Sowjetpanzer örtliche Einbruchsstellen.

Bei Warschau scheiterte ein neuer Übersetzversuch des Gegners bereits auf den Flussinseln. Es wurden über 200 Gefangene- eingebracht.

Unsere gepanzerten Angriffsgruppen gewannen südwestlich Mitau gegen zähen feindlichen Widerstand weiteres Gelände.

In Lettland und Estland haben unsere heldenhaft kämpfenden Truppen erneuten Durchbruchs versuche starker sowjetischer Kräfte auch am achten Tage der Schlacht zerschlagen. In Abwehr und Gegenangriff wurden gestern 103 feindliche Panzer vernichtet oder erbeutet. Im Nordteil Estlands sind die befohlenen Absetzbewegungen aus dem Narwa-Abschnitt planmäßig verlaufen.

Nordamerikanische Bomber griffen am gestrigen Tage mehrere Orte im ungarischen Raum an. Bei Terrorangriffen auf westdeutsches Gebiet entstanden Schäden besonders in Mannheim, Ludwigshafen, Koblenz und Mainz.


In Siebenbürgen hat sich ein Alarmbataillon unter Führung des Hauptmanns Arnhardt durch besondere Standhaftigkeit hervorgetan.

Am unteren Narew haben sich das Jägerregiment 49 unter Führung von Oberstleutnant von Salisch und die Sturmgeschützbrigade 259 unter Führung von Major Tolckmitt in Angriff und Abwehr hervorragend geschlagen.

In den schweren Abwehrkämpfen an der Adria haben sich die Verbände des 76. Panzerkorps unter Führung des Generals der Panzertruppen Herr, unterstützt durch Flakartillerie der Luftwaffe sowie durch Heeres- und Marineküstenartillerie, besonders ausgezeichnet. In der Zeit vom 26. August bis 20. September wurden allein von diesem Korps 661 feindliche Panzer vernichtet.

Bei Warschau zeichnete sich die niedersächsische 19. Panzerdivision unter Führung des Eichenlaubträgers Generalleutnant Källner durch hervorragende Standfestigkeit und erfolgreiche Gegenangriffe aus.