America at war! (1941–) – Part 3

Eine der stärksten Tugenden der deutschen Wehrmacht sei stets die gewesen, daß sie habe warten können, schreibt Les Nouveaux Temps. Der Einsatz der neuen Vergeltungswaffe sei das Heben des Vorhanges vor einer neuen Phase des Krieges, den Deutschland führe.


Der englische Nachrichtendienst sei in letzter Zeit derart eingeschüchtert, schreibt Daily Mail, daß er in seiner Furcht, die Sowjets oder die Nordamerikaner zu verletzen, das britische Licht stets unter den Scheffel stelle. Diesen Eindruck hätten nicht nur viele englische Hörer, sondern auch viele Amerikaner. Es erwecke tatsächlich in seiner Nachrichtengebung den Eindruck, als sei die Kriegsanstrengung Englands der USA weit unterlegen.


Im Unterhaus wurde mitgeteilt, daß die Truppen des Empire, ungerechnet Kriegsmarine und Luftwaffe, seit dem Waffenstillstand mit Badoglio bis zur Besetzung Roms 73.122 Mann verloren hätten, darunter 14.331 Gefallene und 10.025 Vermisste.


„Meine persönliche Ansicht ist, daß der Feind sehr mächtig ist,“ so sagte der britische Unterstaatssekretär für Luftfahrt auf eine Anfrage, ob nicht mit einer schnellen Beendigung des Krieges mit Deutschland zu rechnen sei. Damit werde es noch „lange dauern“ …


Nordwestkanada wird nach einem Programm der kanadischen Regierung erst jetzt genau auf seine wirtschaftlichen Möglichkeiten hin untersucht und kartographisch präzis aufgenommen werden. Es gehöre „zu den reichsten unentwickelten Rohstoffgebieten der Welt.“ Die Besitzer dieser unübersehbaren Landreserve – das Land zählt nur 12 Millionen Einwohner auf 9½ Millionen Quadratkilometer – führen aber Krieg, um dem übervölkerten Deutschland und Japan jede Entwicklungsfreiheit zu rauben, anstatt im eigenen Haus Ordnung zu schaffen.


In der Wahlplattform der Republikanischen Partei wird die „Öffnung der Tore Palästinas für eine uneingeschränkte Einwanderung der Juden“ und eine „Neuordnung des Grundbesitzes in Palästina“ gefordert, um dort „ein freies und demokratisches Commonwealth“ zu bilden, also einen Judenstaat unter Vertreibung der ansässigen Araber.