America at war! (1941–) – Part 3

Artilleriekämpfe an der Landfront Cherbourg

Berlin, 22. Juni –
Am Außenrand des mehrere Kilometer tiefen Vorfeldes des Festung Cherbourg hat am 21. Juni der Artilleriekampf begonnen. Wie festgestellt, beschossen unsere Feldhaubitzen und Festungsbatterien bereitgestellte Panzerkräfte, Truppenansammlungen und Anmarschwege des Feindes.

Der Gegner suchte seinerseits, unsere Artillerie durch Luftangriffe und Feuerüberfälle niederzuhalten. Auf dem Ostflügel konzentrierten sich die Artilleriekämpfe vor allem auf die zahlreichen Wälder beiderseits des La Saure-Tales, die der Feind zur Tarnung seiner Angriffsdivisionen braucht. Die dort im Schutz schwerer Waffen vorstoßenden Aufklärungskräfte mußten jedoch im Abwehrfeuer zu Boden.

Im mittleren Teil des Cherbourg Abschnittes versuchte der Gegner unsere Sperrfeuerzonen auf den von Süden und Südwesten zur Stadt führenden Straßen mit Panzern und motorisierter Infanterie zu unterlaufen. Er setzte stärkere Kräfte an, die im Quellgebiet der Divette und Ouve erneut einen Überraschungsvorstoß in das Herz des Festungsbereiches führen sollten. Der zweimal wiederholte Angriff scheiterte unter erheblichen Verlusten für den Feind.

Im Ganzen genommen, geht es dem Gegner im Augenblick darum, sich in günstige Ausgangsstellungen für den Angriff auf Cherbourg vorzuschieben.

Im Abschnitt zwischen Vire und Caumont nimmt der Feind weiter eine abwartende Haltung ein, nach seinen schweren Verlusten bei den gescheiterten Angriffen in Richtung Saint-Lô beschränkte er sich in diesem Abschnitt auf Artilleriefeuer und Stoßtruppkämpfe. Auch die Briten scheinen von ihren vergeblichen Angriffen im Raum beiderseits Tilly schwer mitgenommen zu sein. Sie legten eine Kampfpause ein, um die klaffenden Lücken ihrer dort ein­gesetzten Infanterie- und Panzerverbände durch angeforderte Verstärkungen aufzufüllen.

Auch dieser Vorgang zeigt wieder, wie notwendig der Feind einen bei jedem Wetter benutzbaren Hafen mit tiefem Wasser braucht.