Bougainville-Kosten in Menschen und Dollars –
Die ‚brutale Wahrheit‘ für die USA
dnb. Tokio, 22. November –
Ein kürzlich in der New York Times erschienener Leitartikel, in dem „mehr Wahrheit und weniger Bemäntelung“ der eigenen Verluste durch die USA.-Zensur verlangt wird, wurde am Montag vom Sprecher des japanischen Informationsamtes zum Anlaß genommen, den Korrespondenten unter Hinweis darauf, daß Washington sich immer noch nicht zu einem Eingeständnis des durchschlagenden japanischen Erfolges in den fünf Schlachten bei Bougainville habe entschließen können, die USA.-Verluste in Form ausführlicher Aufstellungen anschaulich zu machen.
Einleitend zitierte der Sprecher die New York Times, die wörtlich geschrieben hatte:
Der Zustand muß aufhören, daß dem Publikum immer nur eine Art von „Traumkrieg“ vorgesetzt wird, in dem nur der Feind Schläge erleidet. Die brutale Wahrheit würde am besten dazu dienen, die breiten Massen aus ihrer Lethargie zu erwecken. Washington weigert sich, sein Versprechen einzulösen und ein wahres Bild der Lage zu geben, weil befürchtet wird, daß der Eindruck zu niederschmetternd sein würde.
An Hand ausführlicher Tabellen, die den Korrespondenten überreicht wurden, gab der japanische Sprecher dann die „brutale Wahrheit“ bekannt. Aus der ersten Aufstellung, die dem merkantilen Denken der Nordamerikaner vielleicht am besten entspricht, haben die Vereinigten Staaten in der Zeit vom 27. Oktober bis zum 17. November einen Verlust an Kriegsschiffsraum erlitten, dessen Herstellung die Summe von 626 Millionen Dollars gekostet hat. Diese Summe umfasse nur die sicher versenkten Einheiten und deren Herstellungskosten nach vorsichtiger Schätzung. Tatsächlich dürfte der Feind so viel Schiffsraum verloren haben, daß die Summe von einer Milliarde Dollar den Wiederaufbau kaum decken dürfte.
Ebenso durchschlagend wie die Versenkung von Kriegsschiffsraum sind die Verluste der ausgebildeten Mannschaften, die dabei ums Leben gekommen sind. Nach einer weiteren ausführlichen Aufstellung, die sich in sofort versenkte Schiffe mit 80 bis 100 Prozent, versenkte mit 30 bis 40 Prozent und beschädigte mit 10 Prozent Verlustannahme gliedert, haben die Nordamerikaner in dem gleichen Zeitraum bei der Versenkung oder Beschädigung von 80 Kriegsschiffen einen Minimalverlust von 10.095 Mann oder einen Maximalverlust von 24.045 Mann an Besatzungen erlitten.
Wie der Sprecher abschließend noch einmal darlegte, seien die feindlichen Verluste nach den vorsichtigsten Schätzungen zusammengestellt und dürften sich tatsächlich auf weit höhere Ziffern belaufen.
U.S. Navy Department (November 23, 1943)
CINCPAC Communiqué No. 19
Central Pacific.
Our forces have captured Makin. On Tarawa, the Marines have consolidated their positions and are making good progress against enemy concentrations on eastern end of Betio Island with capture assured. The situation on Abemama is well in hand.
Raids are being continued against the Marshalls by carrier aircraft and Army Seventh Air Force Liberators.