Höchste Abschußziffer der Materialschlacht –
An einem Tag 530 Sowjetpanzer vernichtet
Die feindliche Landungsflotte verlor vor Sizilien 52 Schiffe mit 300.000 BRT.
dnb. Aus dem Führer-Hauptquartier, 16. Juli –
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die schweren Kämpfe in der Mitte der Ostfront hielten auch gestern bei schlechtem Wetter an. Der Angriff unserer Truppen nördlich Bjelgorod gewann weiter Raum und führte zur Einkesselung einer starken feindlichen Kräftegruppe. Die Gegenangriffe des Feindes ließen in diesem Frontabschnitt infolge der in den bisherigen Kämpfen erlittenen schweren Verluste an Stärke nach.
Dagegen führten die Sowjets mit starken Infanterie- und Panzerkrälten Entlastungsangriffe an der gesamten Front von Kursk bis Ssuchinitschi. Sie wurden überall blutig abgewiesen und dabei allein im Bereich einer Armee über 250 feindliche Panzer abgeschossen.
Insgesamt verloren die Sowjets gestern in der großen Schlacht 530 Panzer.
Die Luftwaffe unterstützte trotz des schlechten Wetters die Kämpfe der Erdtruppen und schoß 49 Flugzeuge ab.
In Südsizilien schlugen deutsche und italienische Truppen auch gestern zahlreiche gegen die Linie Agrigento südlich Catania vorgetragene britisch-nordamerikanische Angriffe ab und fügten dem Feind schwere Panzerverluste zu.
Deutsch-italienische Luftstreitkräfte griffen bei Tage und bei Nacht die Schiffsansammlungen vor der sizilianischen Küste mit gutem Erfolg an. Mehrere feindliche Transportschiffe wurden versenkt oder schwer beschädigt.
In der Zeit vom 10. bis 14. Juli einschließlich verlor die feindliche Landungsflotte mindestens 52 Schiffe mit zusammen rund 300.000 BRT. Zahlreiche weitere Schiffe und Landungsboote erhielten Treffer.
Bei einem Angriff auf ein deutsches Geleit im Mittelmeer schossen Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine und Marinebordflak sieben feindliche Flugzeuge ab.
In der vergangenen Nacht griffen feindliche Fliegerkräfte wie immer unter Verletzung des Schweizer Hoheitsgebietes einige Orte in Ostfrankreich an. Dabei erlitt die Bevölkerung erhebliche Verluste. Einzelne Störflugzeuge überflogen das nördliche und südwestliche Reichsgebiet. Luftverteidigungskräfte brachten am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht 14 britisch-nordamerikanische Flugzeuge zum Absturz.
Deutsche Kampfflugzeuge stießen in der Nacht zum 16. Juli in den Raum von London vor.
Unterseeboote versenkten im Angriff gegen Geleitzüge und Einzelfahrer, die durch Luft- und Seestreitkräfte stark gesichert waren, acht Schiffe mit 51.000 BRT. und einen Transportsegler.