Sowjets rannten an allen Frontabschnitten vergeblich an –
U-Boote versenkten 62.000 BRT.
dnb. Aus dem Führer-Hauptquartier, 19. Juli –
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Sowjets rannten auch gestern gegen die Mitte und den Südteil der Ostfront vergeblich an. Sie erlitten dabei erneut hohe blutige Verluste und verloren 337 Panzer.
Am Kubanbrückenkopf stellte der Feind infolge seiner schweren Verluste im Laufe des Nachmittags seine Angriffe ein.
Am Mius und am mittleren Donez setzten die Sowjets ihre Durchbruchsversuche fort, die an der zähen Abwehr oder durch den entschlossenen Gegenangriff unserer Truppen scheiterten.
Nördlich Bjelgorod wurden die in mehreren Wellen angreifenden Infanterie- und Panzerverbände der Sowjets bereits vor der Hauptkampflinie zerschlagen.
Im gesamten Raum von Orel wehrten unsere Truppen in wechselvollen Kämpfen die an zahlreichen Stellen der Front vorgetragenen Angriffe unter besonders hohen Verlusten für den Feind ab.
An der übrigen Ostfront führten die Sowjets nur örtliche erfolglose Angriffe.
Die Luftwaffe griff mit starken Verbänden wiederholt in die Kämpfe an den Schwerpunkten der Abwehrschlacht ein und war in zahlreichen Luftkämpfen erfolgreich. Rumänische Jäger schossen hiebei 17 Sowjetflugzeuge ab.
Auf Sizilien leisten deutsche und italienische Truppen teilweise in beweglicher Kampfführung dem Feind weiterhin erbitterten Widerstand. Im Küstenabschnitt südlich Catania wurden von schwerer Schiffsartillerie und starken Fliegerkräften unterstützte Durchbruchsangriffe britischer Infanterie- und Panzerverbände abgewiesen. Deutsche und italienische Fliegerverbände bekämpften bei Tag und Nacht die Transportflotte des Feindes in den Gewässern Siziliens mit großem Erfolg.
Bei der Abwehr von Angriffen gegen deutsche Geleite an der norwegischen und holländischen Küste wurden ein feindliches Unterseeboot versenkt und durch Sicherungsfahrzeuge und deutsche Jäger fünf Flugzeuge abgeschossen. Vier weitere feindliche Flugzeuge, darunter ein Großflugboot, wurden über dem Kanal sowie über dem Atlantik vernichtet. Ein eigenes Jagdflugzeug ging verloren.
In der vergangenen Nacht überflogen nur einzelne feindliche Störflugzeuge das Reichsgebiet.
Deutsche Unterseeboote versenkten im Kampf gegen den feindlichen Nachschub erneut zehn Schiffe mit 62.000 BRT.