Völkischer Beobachter (February 18, 1945)
Feindliche Flotte vor Japan
Tokio, 17. Februar – Das Erscheinen eines vom Kaiserlichen Hauptquartier als machtvoll bezeichneten alliierten Flottenverbandes in den an Japan angrenzenden Gewässern und die Beschießung der Insel Iwojima durch alliierte Schiffsartillerie wird in Tokio als der „Beginn einer neuen Phase“ im pazifischen Krieg bezeichnet.
Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der alliierte Schiffsverband, der die Luftangriffe gegen den Bezirk von Kanto und die Präfektur Shizucka durch seine trägerbasierten Flugzeuge am Freitagmorgen und am Nachmittag durchführte, den Hauptteil der alliierten Kriegsflotte im Pazifik darstellt. Man nimmt an, dass dem Verband allein zehn Flugzeugträger angehören, von denen rund 1000 alliierte Flugzeuge an den Angriffen auf das japanische Gebiet teilnehmen können.
Die Koppelung der großangelegten Luftangriffe gegen die japanische Hauptinsel mit der Beschießung der Insel Iwojima durch einen alliierten Schiffsverband aus 30 Kriegsschiffen, zu denen Schlachtschiffe und Flugzeugträger gehören, lässt nach japanischer Ansicht mit der Möglichkeit rechnen, dass eine alliierte Landung auf Iwojima geplant ist. Die Ausschaltung von Iwojima würde für die Alliierten eine Erleichterung ihrer Luftangriffe bedeuten.